Pressemitteilung zur Äußerung von Martin Schulz in Bezug auf religiöse Neutralität des Staates

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Die Humanistinnen, Humanisten und Konfessionsfreien in der Bayern-SPD unterstützen Martin Schulz, Präsident des europäischen Parlaments und Spitzenkandidat der SPD zur Europawahl.

Wir begrüßen ausdrücklich seine Bestrebung, den öffentlichen Raum in Bezug auf Religionen und Weltanschauungen neutral zu gestalten. In öffentlichen Schulen, Gerichten oder Parlamenten dürfen den Bürgerinnen und Bürgern Europas keine einzelnen Glaubensrichtungen aufgezwungen werden. Jeder soll sich willkommen fühlen, niemand darf ausgegrenzt werden.

Das oft angeführte Kruzifix-Urteil hat Bayern keinen Rechtsfrieden gebracht; es hat dazu geführt, dass konfessionsfreie Kinder und deren Eltern, die mit gutem Recht verlangen, dass ein Kruzifix aus dem Klassenzimmer entfernt wird, öffentlich angegriffen und von allen Parteien diffamiert wurden.

Martin Schulz trägt die große Tradition der europäischen Aufklärung fort in unsere moderne Zeit. Er steht zu seinem Nichtglauben und kann Vorbild sein für konfessionsfreie Menschen, die in Deutschland mit 36,6% neben Katholiken, Protestanten und Muslimen die größte Bevölkerungsgruppe bilden.

Die Kulturen in Europa sind geprägt worden und werden geprägt von verschiedenen Religionen und Weltanschauungen. Zusammen bilden sie einen großartigen europäischen Wertekanon, in dem sich jeder heimisch fühlen sollte – egal ob Katholik, Protestant, Muslim, Humanist, Atheist oder Agnostiker. Erst ein weltanschaulich neutraler Staat garantiert die freie Entfaltung und Ausübungen aller Weltanschauungen und Religionen in gleicher Weise.

Es ist wünschenswert, dass gerade die SPD, die auf eine lange freidenkerische Tradition zurückblicken kann, auch in dieser Position Martin Schulz unterstützt.

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Quelle des Pressebilds von Martin Schulz: http://www.martin-schulz.eu/de/assets/media/news/news-image.jpg

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