{"id":139,"date":"2016-10-26T08:35:44","date_gmt":"2016-10-26T07:35:44","guid":{"rendered":"http:\/\/humanisten-bayernspd.de\/blog\/?p=139"},"modified":"2016-10-26T08:35:44","modified_gmt":"2016-10-26T07:35:44","slug":"auf-ein-neues-fuer-einen-saekularen-arbeitskreis-in-der-spd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/humanisten-bayernspd.de\/blog\/auf-ein-neues-fuer-einen-saekularen-arbeitskreis-in-der-spd\/","title":{"rendered":"Auf ein neues: F\u00fcr einen s\u00e4kularen Arbeitskreis in der SPD!"},"content":{"rendered":"<p>Auf dem <a href=\"http:\/\/www.laizistische-sozis.eu\/nachrichten\/aktuelles\/175-ol\" target=\"_blank\">Bundestreffen haben sich die s\u00e4kularen Sozialdemokratinnen und -demokraten<\/a> erneut f\u00fcr einen Arbeitskreis auf Bundesebene der SPD ausgesprochen.<!--more-->Der Beschlu\u00df im Wortlaut:<\/p>\n<p><em>1. Beschluss des Bundestreffens der S\u00e4kularen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, beschlossen in Hamburg am 10.09.2016<\/em><\/p>\n<p><strong>Die SPD muss wieder die Partei der Freiheit des Geistes werden und sich f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige Religions- und Weltanschauungspolitik \u00f6ffnen!<\/strong><br \/>\nIn unserer eigenen Partei, der SPD, haben sich die F\u00fchrungsgremien seit langem gegen eine kritische Diskussion des \u00fcberkommenen und reformbed\u00fcrftigen Religions- und Weltanschauungsrechts in Deutschland ausgesprochen. Eigene weltanschauliche Arbeitskreise sind in der SPD bundesweit nur zu Religionsgemeinschaften erlaubt. S\u00e4kularen, Konfessionsfreien, atheistisch oder agnostisch orientierten Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wird Vergleichbares verwehrt. Die Friedrich Ebert Stiftung verh\u00e4lt sich ebenso. Das mittler-weile \u00fcber sechs Jahre anhaltende beharrliche Engagement der Laizistischen Sozialdemokra-tInnen konnte daran nichts Grunds\u00e4tzliches \u00e4ndern. Dabei verf\u00fcgt die Sozialdemokratie \u00fcber eine besondere s\u00e4kulare sowie humanistische Tradition, versteht sich seit dem Godesberger Programm von 1959 als eine Gemeinschaft von Menschen, die aus verschiedenen Glaubens- und Denkrichtungen kommen und erhebt f\u00fcr sich den Anspruch, die Partei der Freiheit des Geistes zu sein. Es ist egal, ob eine solche Blockadehaltung f\u00fchrender Genossinnen und Genossen aus einer unzul\u00e4ssigen Vermischung zwischen eigenem Glauben und innerparteili-chem Amt oder aus taktischem Kalk\u00fcl erw\u00e4chst. Falsch und einer offenen Partei wesens-fremd ist diese Blockade allemal. Die SPD darf hier nicht l\u00e4nger einseitig agieren und passiv bleiben. Sie muss sich diesen Themen gegen\u00fcber \u00f6ffnen, will sie ihrem Anspruch Partei der Freiheit des Geistes zu sein, wirklich entsprechen.<br \/>\nDie Partei B\u00dcNDNIS 90\/DIE GR\u00dcNEN steht vor einem programmatischen Aufbruch zur Wei-terentwicklung des \u00fcberkommenen und reformbed\u00fcrftigen Religions- und Weltanschauungsrechts in Deutschland. Damit greifen die Gr\u00fcnen einen Reformbedarf auf, der im Blick auf die wachsende weltanschauliche und religi\u00f6se Vielfalt in unserem Land an Bedeu-tung gewinnt und dessen Aufl\u00f6sung l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig ist. Die Kommission \u201eWeltanschauungen, Religionsgemeinschaften und Staat\u201c ist ein Gremium des Bundesvorstands der Gr\u00fcnen. Es wurde 2013 berufen nach einem zuvor gefassten Beschluss der Bundesdelegiertenkonfe-renz der Partei. Die Kommission ist weltanschaulich plural konzipiert &#8211; in ihr arbeiten Partei-angeh\u00f6rige religi\u00f6ser, atheistischer und agnostischer \u00dcberzeugung. Die S\u00e4kularen Gr\u00fcnen &#8211; ein bundesweiter Arbeitskreis, der mittlerweile als Bundesarbeitsgemeinschaft der Gr\u00fcnen anerkannt worden ist \u2013 waren ebenfalls in der Kommission vertreten. Der nun vorgelegte Abschlussbericht der Kommission \u201eWeltanschauungen, Religionsgemeinschaften und Staat\u201c ist das Ergebnis einer zweij\u00e4hrigen Arbeit. Damit schlagen die Gr\u00fcnen ein umfangreiches Konzept zur Reform des Verh\u00e4ltnisses zwischen Staat, Kirchen und Weltanschauungsgemein-schaften vor, das noch in diesem Jahr einer Bundesdelegiertenkonferenz zur Beschlussfas-sung vorgelegt werden wird.<br \/>\nAuch wenn wir als s\u00e4kulare Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten nicht alle Inhalte dieses Abschlussberichtes teilen, bleibt festzuhalten: Der Partei B\u00dcNDNIS 90\/DIE GR\u00dcNEN kann auf dieser Grundlage eine zeitgem\u00e4\u00dfe und langfristig wegweisende religionspolitische Positionierung gelingen. Mit diesen Reformvorschl\u00e4gen er\u00f6ffnet sie auch eine l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige Diskussion \u00fcber die Religions- und Weltanschauungspolitik in Deutschland sowie \u00fcber die Bedeutung und Ausformung staatlicher Neutralit\u00e4t gegen\u00fcber Religionen und Weltanschauungen in einer freiheitlich-pluralistischen Gesellschaft. Dieser politische Vorsto\u00df ist bei den im Bundestag vertretenen Parteien bisher ohne Beispiel. Die Gr\u00fcnen kommen auf diese Weise einmal mehr in eine Vorreiterrolle &#8211; sowohl programmatisch als auch im Blick auf die innerparteiliche Demokratie.<br \/>\nWir fordern unsere eigene Partei, die Sozialdemokratische Partei Deutschlands, erneut und einmal mehr dazu auf, nach dem Vorbild der Gr\u00fcnen, endlich auch bei uns s\u00e4kulare Arbeitsstrukturen in der Partei zuzulassen und in eine ergebnisoffene Diskussion zur Weiterentwick-lung des \u00fcberkommenen und reformbed\u00fcrftigen Religions- und Weltanschauungsrechts ein-zutreten. Die SPD soll au\u00dferdem eine religions- und weltanschauungspolitische Kommission ins Leben rufen, um ein Arbeitspapier auf Augenh\u00f6he zu der Partei B\u00dcNDNIS 90\/DIE GR\u00dc-NEN zu erarbeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dem Bundestreffen haben sich die s\u00e4kularen Sozialdemokratinnen und -demokraten erneut f\u00fcr einen Arbeitskreis auf Bundesebene der SPD ausgesprochen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false},"categories":[1],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p4jObh-2f","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/humanisten-bayernspd.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/139"}],"collection":[{"href":"https:\/\/humanisten-bayernspd.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/humanisten-bayernspd.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/humanisten-bayernspd.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/humanisten-bayernspd.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=139"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/humanisten-bayernspd.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/139\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":140,"href":"https:\/\/humanisten-bayernspd.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/139\/revisions\/140"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/humanisten-bayernspd.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=139"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/humanisten-bayernspd.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=139"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/humanisten-bayernspd.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=139"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}