{"id":50,"date":"2011-09-20T00:00:16","date_gmt":"2011-09-20T00:00:16","guid":{"rendered":"http:\/\/humanisten-bayernspd.de\/blog\/?p=50"},"modified":"2014-05-22T17:27:25","modified_gmt":"2014-05-22T16:27:25","slug":"pressemitteilung-zur-rede-des-papstes-im-bundestag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/humanisten-bayernspd.de\/blog\/pressemitteilung-zur-rede-des-papstes-im-bundestag\/","title":{"rendered":"Pressemitteilung zur Rede des Papstes im Bundestag"},"content":{"rendered":"<p>Der bayerische Gespr\u00e4chskreis \u201eHumanistinnen und Humanisten und Konfessionsfreie in der SPD\u201c begr\u00fc\u00dft den Besuch des Papstes in Deutschland. \u201eDas bringt das Thema Religion, Kirche und deren Bedeutung f\u00fcr unseren Staat in die \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit\u201c, so der Sprecher des Kreises, Michael Bauer. Er sieht darin eine Chance, auch \u00fcber n\u00f6tige Ver\u00e4nderungen im Verh\u00e4ltnis von Staat und Kirchen und insbesondere die Rechte der Konfessionsfreien zu diskutieren.<!--more--><\/p>\n<p>Der Gespr\u00e4chskreis erkennt bei den Beziehungen zwischen Staat und Religionsgemeinschaften inzwischen einen erheblichen Reformbedarf. \u201eUnsere Gesellschaft ist in den vergangenen Jahrzehnten auch in religi\u00f6sen und weltanschaulichen Fragen vielf\u00e4ltiger geworden. Trotzdem werden die christlichen Kirchen noch immer einseitig privilegiert, durch direkte staatliche Geldzahlungen oder Einflussm\u00f6glichkeiten, z.B. im \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk und in den Ethikr\u00e4ten zu wichtigen medizinischen oder gesellschaftlichen Fragen. \u00dcber ein Drittel der bayerischen Bev\u00f6lkerung f\u00fchrt bereits ein Leben ohne religi\u00f6se Bez\u00fcge, in den Gro\u00dfst\u00e4dten sind es sogar mehr. F\u00fcr all diese Menschen sprechen diese Kirchenvertreter nicht. Daher braucht es hier dringend eine Neujustierung\u201c, so Bauer.<\/p>\n<p>Mit gro\u00dfer Skepsis begegnet der Gespr\u00e4chskreis der Rede des Papstes im Bundestag. Er sieht darin einen Versto\u00df gegen die verfassungsm\u00e4\u00dfige Trennung von Kirche und Religion. \u201eWenn der Papst im Bundestag reden darf, dann m\u00fcssten ja die F\u00fchrer jeder anderen Religion aus Gleichheitsgr\u00fcnden demn\u00e4chst auch dort auftreten d\u00fcrfen. Die Ausrede, dass Dr. Ratzinger als Staatsoberhaupt sprechen w\u00fcrde, ist scheinheilig. Wenn das so w\u00e4re, dann w\u00fcrde er im Stra\u00dfenanzug \u00fcber die ausw\u00e4rtigen Beziehungen der Bundesrepublik zum Vatikanstaat sprechen \u2013 welche das dann auch immer sein m\u00f6gen. Das wird er aber wohl nicht tun, sondern er wird in seiner \u00fcblichen Dienstkleidung eine religi\u00f6se Ansprache halten. Zur Kanzel welcher Religion auch immer taugt unser Parlament aber nicht.\u201c<\/p>\n<p>Die Kritik christlicher W\u00fcrdentr\u00e4ger und Politiker an der Absicht von vielen Bundestagsabgeordneten auch der SPD, der Papstrede fernzubleiben, verurteilt Bauer als \u201eAnma\u00dfung\u201c. \u201eBisch\u00f6fe und andere Kirchenfunktion\u00e4re haben den gew\u00e4hlten Abgeordneten keine Vorschriften zu machen\u201c, sagte Bauer.<\/p>\n<p>Die Religionsfreiheit ist ein hohes und m\u00fchsam erk\u00e4mpftes demokratisches Gut. Daher respektiert der humanistische SPD-Gespr\u00e4chskreis auch die Botschaften Benedikts XVI als relevante Aussagen f\u00fcr seine Religionsgemeinschaft, hei\u00dft ihn pers\u00f6nlich in Deutschland herzlich willkommen und w\u00fcnscht allen Gl\u00e4ubigen bei seiner Reise durch Deutschland viel Spa\u00df und anregende Erlebnisse.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der bayerische Gespr\u00e4chskreis \u201eHumanistinnen und Humanisten und Konfessionsfreie in der SPD\u201c begr\u00fc\u00dft den Besuch des Papstes in Deutschland. \u201eDas bringt das Thema Religion, Kirche und deren Bedeutung f\u00fcr unseren Staat in die \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit\u201c, so der Sprecher des Kreises, Michael Bauer. 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